Newsletter 26. März Wertschätzend kommunizieren

Wertschätzend kommunizieren – wie geht das?

 

Haben Sie sich beim Beginn eines Gespräches schon einmal gefragt, wo Ihre Aufmerksamkeit ist? 

Wertschätzung beginnt schon vor dem eigentlichen Gespräch und zwar bei Ihnen selbst .

 

Sie haben die Wahl:

Brauchen Sie gerade selbst Ihre Aufmerksamkeit und Energie oder haben Sie die Bereitschaft bzw. dringendes Bedürfnis für ein Gespräch mit Ihrem Gegenüber?

 

Wo ist Ihr Fokus?

Gehören Sie zu den Menschen, die eher beim Gegenüber sind oder eher bei sich selbst? Wenn Sie in sozialen oder medizinischen Berufen tätig sind, neigen Sie vielleicht dazu – so wie ich selbst auch –  beim Anderen zu sein, um genau zuzuhören und zu erfassen, was derjenige in der Situation braucht. Bei mir sind es Patienten, die mehr oder weniger starke Schmerzen haben und in ihrer Lebensqualität eingeschränkt sind. Wir sehen die Not oder das Leid unseres Gegenübers und unser innigstes Ziel es, diesem Mensch sein Leben etwas zu erleichtern  bzw. ihn darin zu bestärken, sein Leben selbst zu tragen.

Als Angehöriger „helfender Berufe“ nehmen wir den Menschen zur Diagnostik vor uns wahr, um ihm weiterhelfen zu können, ihm die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen bzw. die entsprechende Therapie mit ihm auszuwählen. Genauso ergeht es auch vielen Müttern und auch Menschen in Führungspositionen. Der Blick wird auf die Bedürfnisse der Familienmitglieder, der Mitarbeiter und des Unternehmens gelenkt und damit verschwindet man selbst aus seinem eignen Blickfeld. 

So sind wir Tag für Tag, Jahr für Jahr immer mehr darauf trainiert, den Fokus auf den Anderen zu lenken. Dabei geraten wir in Gefahr,  uns selbst zu vergessen,  uns zu verausgaben und in einem Burnout zu landen. Deshalb ist wichtig, uns an uns selbst zu erinnern. Achtsamkeit ist dabei ein wundervoller Begleiter.

 

Mein Tipp für Sie: 

Stellen Sie sich immer wieder im Alltag die Frage:

                       Was ist gerade wichtig für mich?

                           Auf was will ich meine Aufmerksamkeit – meinen Fokus lenken?

 

 Wenn Sie sich dabei  egoistisch vorkommen, dann ist das auch nur ein „Vorurteil“  Ihres Verstandes. Glauben Sie wirklich, dass Ihnen Ihre Mitmenschen egal sind,  wenn Sie innerhalb von 24 Stunden ein paar Minuten oder Stunden oder vielleicht  auch einmal einen Tag lang an sich selbst denken? Ich glaube das nicht!  Wenn Sie es kommunizieren, dass Sie gerade eine kleine Verschnaufpause  einlegen, werden diese Menschen warten und sich freuen, wenn Sie wieder voller Energie für sie da sind. Außerdem können Sie so ein wunderbares Vorbild für Ihre Kinder und Mitarbeiter sein.

 

Also: Nehmen Sie sich selbst – bewusst wahr!