Das Becken

Das Kreuzbein -Darmbein – Gelenk 

(in der Medizin Ilio-sacral-Gelenk (ISG) genannt)

Dieses Gelenk ist oft der Grund, warum Menschen zum Orthopäden oder zum  Therapeuten gehen. Darum möchte ich Ihnen an dieser Stelle einen kleinen Einblick in diese Region geben. Es gäbe noch unzählige interessante Aspekte zu erwähnen, was allerdings den Rahmen eines Blogartikels sprengt und auch die Gefahr der Verwirrung in sich trägt. Somit freuen Sie sich auf die weiteren Newsletter in diesem Jahr.

Das viel behandelte Gelenk liegt ein paar Zentimeter rechts und links von der Mittellinie der Beckenrückseite. Zu den Gelenkpartnern gehören das Kreuzbein, an dessen unterer Spitze sich das kleine Steißbeinknöchelchen befindet. Rechts und links vom Kreuzbein liegen die beiden Darmbeinschaufeln. Das Darmbein hat seinen Namen deswegen, weil sich an seiner Innenseite Teile des Dickdarms befinden und via eines Muskels und Bänder daran befestigt ist.

An der Beckenvorderseite sind die Beckenschaufeln verbunden mit Knorpel und Bändern. Dieser Anteil des Iliums (Schaufel) wird als Schambein bezeichnet und die dazwischenliegende Fuge als Schambeinfuge.

Das Becken hat vielfältige Aufgaben:

Einerseits, die aus den Füßen bis zu den Beinen aufsteigenden Kräfte auf eine balancierende Art zu verbinden. Andererseits bildet das Becken das Fundament für die Wirbelsäule. So kommt dem Becken im wahrsten Sinne des Wortes eine tragende Rolle zu.

Bei aller Stabilität wird auch eine Möglichkeit diese von unten und oben wirkenden Kräfte händeln zu können notwendig. Dazu dienen diese beiden gelenkartigen Verbindungen ISG und Schambeinfuge. So ist leicht vorstellbar, dass bei Fehlstellungen der Füße, Knie oder der Hüften eine Kettenreaktion in den Beckengelenken und der Wirbelsäule ausgelöst werden kann.

Das Becken und seine Organe

Das Becken ist innen gefüllt mit wichtigen Organen die mit existenziellen Themen verbunden sind: Unsere Geschlechtsorgane zur Lebenserhaltung der Gattung Mensch und dem Dickdarm als Organ des Loslassens von Abgestorbenen (Schleimhaut) – sprich Thema Tod oder dem Thema Abschied von nicht mehr Notwendigen (Ballaststoffe etc.).

Sowohl die Bandverbindungen, als auch durch die nervale, arterielle und venöse Versorgung der Organe wie Blase, Gebärmutter, Prostata, Dickdarm und Harnleiter bzw. -röhre ist deswegen erklärbar, warum Schmerzen im unteren Rücken nicht nur durch Bandscheibenprobleme entstehen können, sondern auch durch fasziale oder muskuläre Verspannungen der Organe. Frauen kennen dies, denn während der Menstruation kann es neben Bauchschmerzen auch tiefsitzende Kreuzschmerzen geben.

Wie aufrecht und aufrichtig wir durchs Leben gehen, zu unseren Werten stehen oder uns für unsere Persönlichkeitsentwicklung einsetzen, ist eng mit dem Becken verknüpft und von dem Spannungszustandes des Beckenbodens abhängig. Ist dieser kraftvoll – hängen wir tatsächlich nicht durch, sondern setzen uns für uns ein. Ist dieser zu verkrampft sind wir nicht so flexibel und spontan. Nebenbei kostet es uns viel Energie, die uns anderweitig dann fehlt.

Stürze auf das Becken oder Steiß- oder Kreuzbein können einen Einfluss auf diese Öffnungs- und Schließfunktionen oder auf die o.g. Organfunktionen haben. Umgekehrt kann auch ein blockiertes Becken die Funktion dieser Organe irritieren.

Mein Tipp:

Um zu wissen, was Sie und ihr Becken brauchen, ist es notwendig, diesen Teil Ihres Körpers zu allererst wahrzunehmen. Hierfür möchte ich Sie  einladen, einmal beim Sitzen den Blick in diese Region hinzuwenden oder sich beim Stehen zu beobachten, ob da „alles passt“. Dazu dient diesmal meine Mini Medi „Becken“, die den Newsletterabonnenten zur Verfügung steht.

Imke Götz
Menschen in Verbindung zu bringenExpertin für Körperkommunikation IMpuls® - Körper - Gestalt - Coach

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